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Virus tarnt sich als Spendenaufruf für die Flutopfer
19. Januar 2005 - 11:31 Uhr

Mainz - Die Viren-Experten der IT-Sicherheitsfirma Sophos haben einen neuen Massen-Mailing-Wurm entdeckt, der sich als Spendenaufruf für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien tarnt.

W32/VBSun-A versucht, ahnungslose E-Mail-Leser dazu zu verführen, den schädlichen Mail-Anhang zu öffnen, der angeblich nähere Informationen über den Spenden-Vorgang enthält. Sobald das Attachment ausgeführt wird, verbreitet sich der Wurm nicht nur über das Internet an andere User, sondern startet außerdem eine Denial-of-Service-Attacke gegen eine deutsche Hacker-Website.

Die Betreffzeile der verseuchten E-Mails lautet: "Tsunami Donation! Please help!" Nach dem Öffnen erscheint die Nachricht: "Please help us with your donation and view the attachment below! We need you!". Der Wurm selbst versteckt sich im Attachment "tsunami.exe".

"Der Fakt, dass die Virenschreiber ahnungslosen Usern vorgaukeln, sie würden die Hilfsmaßnahmen für die Flutkatastrophe in Südasien unterstützen, zeigt einmal mehr, dass sie keine moralischen Grenzen mehr kennen", kommentiert Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos.

"Diese immense Taktlosigkeit ist ein ganz mieser Trick, um neugierige Anwender für ihren Virus zu missbrauchen. Jeder sollte deshalb weiterhin vor unangeforderten E-Mail-Anhängen auf der Hut sein und sich ausschließlich an die offiziellen Webseiten der Hilfsorganisationen wenden, um für die Opfer der Flutkatastrophe zu spenden."

VBSun-A ist nicht der erste Virus, der bei seiner Verbreitung versucht, aus der Flutkatastrophe einen Vorteil zu schlagen. Bereits Anfang des Monats begann der Wurm VBS/Geven-B, die geschmacklose Nachricht zu verbreiten, die Flutkatastrophe sei "Gottes Strafe für alle bösen Menschen auf Erden".

Des Weiteren gab es eine Menge an verbrecherischen Scam-Mails, die einzig darauf aus waren, den Usern das Geld aus der Tasche zu ziehen.



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Dienstag, 02. Dez. 2008







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