Düsseldorf - Seit dem 15. Januar 2005 können Nutzer erstmals Domains mit der Endung .org registrieren, die die deutschen Umlaute ä, ö und ü enthalten. Und sollte man der .org-Registry "
Public Interest Registry" (PIR) glauben schenken, gehen sie weg wie warme Semmel. So seien in den ersten drei Tagen bereits über 3000 der internationalisierten Domain-Namen (IDN) registriert worden.
Die Einführung der Umlaute verlief der PIR zufolge reibungslos und verursachte keine Komplikationen oder Verzögerungen. Von dem neuen Angebot profitieren vor allem nichtkommerzielle Organisationen, an die sich die
Top Level Domain .org hauptsächlich richtet. "Wir sind mit den vorläufigen Ergebnissen der Einführung sehr zufrieden", so Edward Viltz, Präsident und CEO der Public Interest Registry. "Die rege Nachfrage vor allem von nichtkommerziellen Organisationen bestärkt unsere Strategie, der .org-Community so bald wie möglich weitere IDNs in anderen Sprachen bereitzustellen."
Bei den internationalisierten Domain-Namen tippen die Nutzer Namen oder Wunschbegriffe so im Browser ein, wie diese tatsächlich geschrieben werden. Der Name "Müller" muss also nicht mehr in "Mueller" aufgelöst werden. Technisch basieren IDNs auf einem international verabschiedeten
IDNA-Punycode-Standard. Er wandelt die deutschen Umlaute in
ASCII-kompatible Zeichenfolgen mit dem Präfix "xn-" um. Dies geschieht für den Nutzer unbemerkt im Hintergrund. Die Umlaut-Begriffe lassen sich so als Domain-Name registrieren und können von standardkonformen Internet-Browsern verarbeitet werden.
Bereits im dritten Quartal 2005 will die PIR nachlegen und die internationalisierten Domain-Namen in zehn weiteren Sprachen einführen: Dänisch, Ungarisch, Isländisch, Koreanisch, Lettisch, Litauisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch und Tamilisch.