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Samstag, der 18. November 2006
UN: Deutschland soll beim Klimaschutz voran gehen





Nairobi / Berlin - Nachdem sich der Weltklimagipfel in Nairobi nicht auf neue Emissionsgrenzwerte geeinigt hat, fordern die Vereinten Nationen ein stärkeres Engagement der Bundesregierung in der Klimapolitik.

Vor dem Hintergrund der 2007 beginnenden deutschen EU-Rats- und G-8-Präsidentschaft sagte Achim Steiner, der Chef des UN-Umweltprogramms: "Das ist eine gute Gelegenheit für Deutschland, um politische Führung zu zeigen." Im Entwurf des Arbeitsprogramms für die EU-Ratspräsidentschaft, der dem Tagesspiegel am Sonntag vorliegt, nennt die Bundesregierung dies auch als Ziel.

"Der EU kommt bei der Bekämpfung von Umweltverschmutzung und Klimawandel weltweit eine Führungsrolle zu", heißt es in dem noch vertraulichen Papier. Man werde den Vorsitz nutzen, um bei der Umsetzung des Kyoto-Protokolls und der Klimarahmenkonvention Fortschritte zu erreichen. Dabei will die Regierung Merkel vor allem Anstöße für den Emissionshandel und den Straßen- und Luftverkehr geben: "Deutschland wird der nachhaltigen und umweltschonenden Mobilität Priorität einräumen", heißt es im Entwurf.

UN-Umweltprogrammchef Steiner machte im Gespräch mit dem Tagesspiegel am Sonntag klar, dass er sich aber auch Initiativen über Europa und die G 8 hinaus wünscht: "Das Klimathema braucht dringend mehr politische Führung. Ich könnte mir vorstellen, dass der neue UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Initiative ergreift, um mit den Staatschefs über das Thema zu beraten."



Dienstag, 02. Dez. 2008







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