Wegen der großen Nachfrage will Bundesbildungsministerin Annette Schavan mehr Hochschulstipendien für Berufstätige ohne Abitur vergeben als ursprünglich geplant. Eine Ministeriumssprecherin bestätigte am Sonntag einen entsprechenden «Focus»-Bericht. Eigentlich wollte die Ministerin bis Ende 2009 nur 1.000 dieser Aufstiegsstipendien» gewähren. Innerhalb weniger Wochen habe es aber bereits über 1.000 Bewerbungen gegeben, sagte die Sprecherin der AP. Daher wolle Schavan mehr Stipendien anbieten. Über die endgültige Zahl habe sie noch nicht entschieden.
Das Geld geht an besonders Begabte, die kein Abitur, aber eine Berufsausbildung haben. Für ein Vollzeitstudium erhalten sie inklusive Büchergeld 730 Euro monatlich. Eltern können eine Pauschale für die Betreuung kleiner Kinder in Anspruch nehmen. Wer berufstätig bleibt und nebenher studiert, bekommt 1.700 Euro im Jahr. Schavan hatte erst Ende Juli den Startschuss für das Programm gegeben.
Bewerben können sich bis Ende September in der ersten Runde besonders begabte Absolventen einer Berufsausbildung mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung. Das Stipendium soll ab dem Wintersemester 2008/2009 für Studiengänge an einer staatlich anerkannten Hochschule gelten. Bewerber müssen ein dreistufiges Auswahlverfahren durchlaufen. Altersgrenzen gibt es nicht.
