18. Mai 2008
Irakische Truppen nehmen über 1.000 Verdächtige in Mossul fest
Bagdad - In einer großen Offensive gegen Al Kaida im Irak haben Regierungstruppen und Polizei in Mossul innerhalb einer Woche über 1.000 Verdächtige festgenommen. Die Offensive wurde gezielt in der drittgrößten Stadt des Landes durchgeführt, da sich Mossul zuletzt zu einer Hochburg der Al Kaida entwickelt hatte. Insgesamt wurden 1.068 mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen festgenommen, 94 von ihnen wurden inzwischen wieder freigelassen, wie die Behörden am Samstag mitteilten.
Ministerpräsident Nuri Al-Maliki, der den Einsatz in Mossul überwacht hatte, kehrte am Samstag ins rund 360 Kilometer weiter südlich gelegene Bagdad zurück. Dort sollte er mit der demokratischen Mehrheitsführerin im Kongress, Nancy Pelosi, zusammentreffen. Pelosi, eine Kritikerin des Irak-Kriegs, traf bei ihrem nicht angekündigten Besuch auch den US-Botschafter Ryan Crocker und den Oberkommandierenden der US-Streitkräfte, General David Petraeus.