18. Mai 2008
Tsvangirai verschiebt Rückkehr nach Simbabwe
Johannesburg - Wegen Morddrohungen hat der simbabwische Oppositionsführer Morgan Tsvangirai nach Angaben seiner Anhänger seine geplante Rückkehr nach Simbabwe verschoben. Eine «glaubwürdige Quelle» habe die Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) über ein geplantes Attentat informiert, sagte Parteisprecher George Sibotshiwe am Samstag der Nachrichtenagentur AP. Tsvangirai werde aber «so bald wie möglich» nach Hause zurückkehren, um sich auf die Stichwahl gegen Präsident Robert Mugabe am 27. Juni vorzubereiten.
Tsvangirai hat sich seit der ersten Wahlrunde am 29. März zumeist im Ausland aufgehalten, weil sein Leben in Gefahr schien. Der Oppositionsführer hat damals laut dem amtlichen Endergebnis zwar die meisten Stimmen gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Die MDC hat dies stets bestritten. Später erklärte sich Tsvangirai dennoch bereit, in einer Stichwahl gegen Mugabe anzutreten. Als am Freitag der Termin dafür bekanntgegeben wurde, hielt er sich gerade in Belfast auf.