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18. Mai 2008
Grüne werfen Bundesregierung Verwässerung von Pestizid-Verbot vor


Brüssel - Die Grünen im Europaparlament werfen der Bundesregierung die Verwässerung eines geplanten Pestizid-Verbots vor. Die Grünen-Europaabgeordnete Hiltrud Breyer kritisierte am Freitag, das von EU-Kommission und -Parlament geforderte Totalverbot potenziell krebserregender und erbgutschädigender Pflanzenschutzmittel drohe am Widerstand Deutschlands und anderer Staaten zu scheitern.

Tatsächlich sieht die Beschlussvorlage für das EU-Landwirtschaftsministertreffen am Montag kein Totalverbot vor. Die Grenzwerte für potenziell krebserregende oder erbgutschädigende Substanzen sollen aber verschärft werden. Zugelassen werden sollen Pflanzenschutzmittel mit solchen Inhaltsstoffen nur noch, wenn deren Menge höchstens ein Tausendstel des nachweislich gesundheitsschädlichen Werts beträgt.

Breyer kritisierte jedoch, die maximal tolerierbare Menge an Giftstoffen, die Menschen über gespritztes Obst und Gemüse aufnehmen, sei kaum zuverlässig festzulegen. In der Diskussion über Grenzwerte werde zu wenig berücksichtigt, dass sich in den Nahrungsmitteln häufig ein ganzer Cocktail verschiedener Pestizide befinde.






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