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18. April 2008
Auch bei Olympischen Spielen 2010 drohen Proteste


Ottawa - Die kanadischen Indianer erwägen politische Proteste bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver. Der Vorsitzende ihres Verbandes First Nations, Phil Fontaine, sagte am Donnerstag in Ottawa, die vielen tausend Kanadier, die gerade für ein freies Tibet demonstriert hätten, sollten sich auch über die miserablen Lebensbedingungen der Ureinwohner in ihrem eigenen Land empören.

«Wir werden jede Gelegenheit nutzen, unsere Sache vorzubringen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und den Kanadiern die Wahrheit über unsere Lage zu sagten», erklärte Fontaine. «Sie müssen aufstehen und von der Regierung sofortige Taten verlangen, dies gerade zu rücken.»

Indianerminister Chuck Strahl zeigte sich über Fontaines Äußerungen befremdet. Zum ersten Mal überhaupt seien die Ureinwohner bei der Planung der olympischen Feierlichkeiten und der Frage, wie die Einkünfte verteilt werden sollen, beteiligt worden. «Es wird eine aufregende Olympiade für First Nations - nicht nur in der Region (Vancouver), sondern überall in Kanada. Meine Hoffnung ist, dass sie dies schätzen werden.»






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