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18. Februar 2007

Lok-Leipzig-Präsident: Hartz IV an Fussball-Krawallen schuld



Hamburg - Der Präsident des 1. FC Lok Leipzig, Steffen Kubald, sieht die Ursache für die schweren Ausschreitungen am Rande der Partie seines Fußballvereins vor einer Woche in der Gesellschaft. «Ich bin nicht daran schuld, wenn Fans Hartz IV bekommen oder ihre Ausbildung abbrechen, und ich kann nicht den Übervater spielen, wenn die Erziehung zu Hause versagt», sagte Kubald, der nach eigener Aussage früher selbst Hooligan war, der «Bild am Sonntag». Man brauche mehr Geld für Fan-Projekte und Jugendarbeit, um den Menschen Perspektiven zu geben.

Die Zusammenarbeit mit der Polizei bezeichnete Kubald als sehr gut. «Alles wird mit den Beamten abgesprochen, und wir hatten in den letzten drei Jahren keine Probleme», sagte er. Man werde ihm in Kürze Fotos der Randalierer vorlegen, und wenn er jemanden erkenne, werde er auch dessen Namen nennen. Seiner Meinung nach treffe die Polizei auch keine Schuld an dem Konflikt. Er selbst habe schon viel erlebt und mitgemacht, «aber diese Brutalität gegen die Polizei hat mich entsetzt».

Kubald räumte in dem Interview ein, dass er selbst mehr als zehn Jahre lang Hooligan war. Das letzte Spiel, bei dem er jemanden «umgehauen» habe, liege allerdings schon rund 15 Jahre zurück. Er sei nie vorbestraft gewesen, habe aber etliche Geldstrafen bezahlt. «Heute habe ich vieles verdrängt. Aber Joschka Fischer hat früher auch Steine geworfen und wurde ein guter Außenminister», sagte Kubald laut «Bild am Sonntag».




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