Der stellvertretende hessische SPD-Chef Jürgen Walter hat sein privates Glück in den Reihen der CDU gefunden. Der innerparteiliche Gegenspieler der Parteivorsitzenden Andrea Ypsilanti bekannte am Mittwoch in der «Bild»-Zeitung, dass er und die bisherige Sprecherin der hessischen CDU, Esther Petry, ein Paar sind. Petry hatte am Dienstag überraschend ihre Stellung als Pressesprecherin von Landespartei und Landtagsfraktion aufgegeben.
Walter berichtete in der Zeitung, er und Petry seien sich erstmals im Mai beim Feierabendplausch in einer Gartenwirtschaft näher gekommen. Nun seien sie beide aus einem gemeinsamen Vietnam-Urlaub zurückgekehrt. «Esther ist klug und lustig - die Frau, mit der ich mein Leben verbringen möchte.»
Der hessische SPD-Vizechef hat in den vergangenen Wochen mehrfach öffentlich für eine Große Koalition in Hessen geworben, während Ypsilanti sich noch immer die Option einer rot-grünen Minderheitsregierung mit Tolerierung durch die Linke offen hält.
Walter argumentiert, CDU und SPD seien sich vor allem bei wichtigen Infrastrukturprojekten wie dem Ausbau von Autobahnen und Flughäfen in Hessen einig. Ein rot-rot-grünes Bündnis sei zu unsicher. Neuwahlen im kommenden Jahr dagegen könnten zu einer vernichtenden Niederlage für die hessische SPD führen.
