Bei Schlaganfall-Symptomen nicht auf Hausarzt warten
veröffentlicht am 17.04.2009

Bei Anzeichen eines Schlaganfalls sollte nicht erst der Hausarzt angerufen werden. «Der ist in der Regel beschäftigt, ruft Sie später zurück oder kommt abends nach seiner Sprechstunde bei Ihnen vorbei. Da vergeht zu viel Zeit», warnt der Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg, Werner Hacke, in der «Apotheken Umschau».
Frankfurt - Bei Anzeichen eines Schlaganfalls sollte nicht erst der Hausarzt angerufen werden. «Der ist in der Regel beschäftigt, ruft Sie später zurück oder kommt abends nach seiner Sprechstunde bei Ihnen vorbei. Da vergeht zu viel Zeit», warnt der Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg, Werner Hacke, in der «Apotheken Umschau».
Stattdessen solle sofort der Rettungsdienst unter der Nummer 112 angerufen und dem Rettungsteam klargemacht werden, dass der Patient in die nächste Stroke Unit gebracht werden möchte. Dieser Begriff habe sich für die Klinikstationen eingebürgert, die auf die Behandlung von Schlaganfällen spezialisiert seien, sagt der Professor. Die dortigen Experten könnten die verschiedenen Formen des sogenannten Apoplex am sichersten diagnostizieren und die Therapie einleiten - je früher, desto erfolgversprechender.
Hacke verweist auf die unter Schlaganfall-Experten gängige Losung «Zeit ist Hirn». Der prägnante Satz besage, dass das Gehirn die besten Chancen habe, einen Schlaganfall mit möglichst geringen Spätfolgen zu überstehen, je schneller der Patient entsprechend behandelt werde.
(© AP)




