Stadt Bremen beschäftigt Kurnaz
veröffentlicht am 17.03.2007

Gut ein halbes Jahr nach seiner Freilassung aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo hat der in Deutschland lebene Türke Murat Kurnaz nach einem Pressebericht einen Job bei seiner Heimatstadt Bremen. Der 25-Jährige arbeite für ein von der Stadt finanziertes Projekt, das sich um die Sanierung und den Umbau des Bremer Problemviertels Tenever kümmere, berichtete der «Spiegel» am Samstag vorab.
Hamburg - Gut ein halbes Jahr nach seiner Freilassung aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo hat der in Deutschland lebene Türke Murat Kurnaz nach einem Pressebericht einen Job bei seiner Heimatstadt Bremen. Der 25-Jährige arbeite für ein von der Stadt finanziertes Projekt, das sich um die Sanierung und den Umbau des Bremer Problemviertels Tenever kümmere, berichtete der «Spiegel» am Samstag vorab.
Kurnaz habe eine Anstellung für ein halbes Jahr erhalten und sei für diese Zeit sozialversichert. 8.400 Euro stelle der Bremer Senat für die Maßnahme zur Verfügung. Kurnaz solle eine «Pressedokumentation über Quartiersentwicklungsprozesse» erstellen und «relevante Quartiersentwicklungsthemen» in türkischer Sprache auf die Homepage von Tenever stellen.
Am 24. August 2006 wurde Kurnaz aus Guantanamo freigelassen, wo er seit Januar 2002 inhaftiert war. Im Dezember 2001 war er in Pakistan verhaftet und zunächst nach Afghanistan gebracht worden.
Sein Fall beschäftigt seit einigen Monaten sowohl die deutsche Justiz als auch gleich zwei Untersuchungsausschüsse des Bundestags. Kurnaz wirft Soldaten der Bundeswehr vor, ihn in einem US-Gefängnis in Afghanistan misshandelt zu haben. Damit befassen sich die Staatsanwaltschaft Tübingen und der Verteidigungsausschuss. Im BND-Untersuchungsausschuss geht es dagegen um die Frage, ob die frühere Bundesregierung genug getan hat, ihn schon 2002 aus Guantanamo zu befreien.
(© AP)



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