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Wichtigstes Indiz für Hitlers Kernwaffe nicht stichhaltig
17. März 2005 - 14:17 Uhr

Berlin - In dem soeben erschienenen Buch "Hitlers Bombe" behauptet Rainer Karlsch, dass die SS über Kernwaffen verfügte. Doch das zentrale Indiz in dem Buch ist nicht stichhaltig, berichtet der "Tagesspiegel". Karlsch beruft sich auf Bodenproben, die in Ohrdruf in Thüringen genommen wurden, wo der angebliche Kernwaffentest im März 1945 stattgefunden haben soll. Die dort gemessenen Cäsium-137-Werte von bis zu 70 Becquerel pro Kilogramm seien "ein Indiz für einen nuklearen Fallout", schreibt Karlsch.

"Das ist absolut kein Beweis", sagte Gerald Kirchner, Leiter des Fachbereichs Strahlenschutz und Umwelt beim Bundesamt für Strahlenschutz. Die Werte liegen zwar über dem Landesdurchschnitt von 11 bis 28 Becquerel pro Kilogramm. "Wählt man aber ein paar x-beliebige Standorte in Thüringen aus, dann gehen die Einzeldaten bis hinauf zu 200 Becquerel pro Kilogramm." Auch die im Buch angegebenen Plutonium-Messungen seien nicht aussagekräftig und durch Kernwaffentests nach dem Krieg zu erklären.

Er habe in dem Buch nur wiedergegeben, "was Strahlenphysiker herausbekommen haben", verteidigte sich Karlsch gegenüber der Tageszeitung.



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