Hamburg - Die Zeiten der SMS als Killerapplikation im Mobilfunk sind vorbei. Denn 46,6 Prozent der Fach- und Führungskräfte deutscher Telekommunikationsunternehmen halten die E-Mail für den wichtigsten mobilen Dienst auf dem Handy. Die Kurznachricht SMS landet mit 45,9 Prozent knapp auf Platz zwei. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Studie "TELCO Trend" der Unternehmensberatung Mummert Consulting.
Weit abgeschlagen auf dem dritten und vierten Platz liegen übrigens die Sprachtelefonie (22 Prozent) und das Internet (19,3 Prozent). In den beiden letzten TELCO Trends hatte die SMS einen knappen Vorsprung vor der E-Mail. Die Marktforscher führen den aktuellen Vorsprung der E-Mail vor allem auf die zunehmende Nutzung der BlackBerry-Lösung des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM) zurück. Immer mehr Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern die Smartphones mit eingebauter E-Mail-Funktion zur Verfügung.
Wie sich der Markt für mobile E-Mail-Lösungen in Europa weiter entwickeln wird, hängt nach Einschätzung von Mummert Consulting nun einerseits davon ab, ob und wie Research in Motion und die europäischen Mobilfunkbetreiber zukünftig zusammenarbeiten. Andererseits ist bedeutend, ob RIM weitere Lizenzen für die BlackBerry-Technologie an andere Handy-Hersteller verkaufen kann. Bisher nutzen beispielsweise Siemens, Nokia und SonyEricsson die Technik auf einigen ihrer Business-Geräte.
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