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16. Dezember 2008
Seit Juli nimmt Zahl der Flugpassagiere ab
Wiesbaden - Seit Juli sinkt die Zahl der von deutschen Flughäfen startenden Passagiere. Von Juli bis Oktober habe der Rückgang bei 1,2 Prozent gelegen, während von April bis Juni noch 4,7 Prozent mehr Fluggäste zu verzeichnen gewesen seien, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Insgesamt stieg die Passagierzahl in der Periode des Sommerflugplans nur noch um 1,2 Prozent auf 61,4 Millionen. Im Sommer 2007 verbuchten die Fluggesellschaften noch ein Plus von 5,5 Prozent.
Der innerdeutsche Flugverkehr stieg den Angaben zufolge um 3,4 Prozent auf 14,8 Millionen Passagiere. Er wuchs damit deutlich stärker als der Verkehr ins Ausland, der nur um 0,5 Prozent auf 46,6 Millionen Fluggäste zunahm.
Mit minus 0,1 Prozent stagnierte vor allem der Luftverkehr mit dem europäischen Ausland. Er machte mit 36,6 Millionen Flugpassagieren insgesamt 78,5 Prozent des gesamten Auslandverkehrs aus. Überdurchschnittliche Rückgänge gab es in klassische Tourismusländer: In Spanien (minus 1,8 Prozent) erreichten vor allem die Balearen und die Kanaren mit Rückgängen von 1,9 Prozent beziehungsweise 4,7 Prozent ihre Vorjahreswerte nicht.
Nach Griechenland flogen 5,7 Prozent weniger Fluggäste als im Vorjahr, besonders starke Rückgänge verzeichneten die griechischen Inseln mit minus 8,7 Prozent. Die Türkei kam hingegen auf ein Plus von 1,1 Prozent. Besonders hohe Rückgänge wurden außerdem für Italien (minus 4,8 Prozent), Großbritannien (minus 5 Prozent) und für Frankreich (minus 3,6 Prozent) festgestellt.
Australien legt zu
Amerika erzielte ein Wachstum von 3,1 Prozent. Während die Passagierzahlen in die USA bei plus 0,1 Prozent stagnierten, zeigten Kanada und Brasilien Zuwächse von 10 Prozent beziehungsweise 36,3 Prozent. Asien kam auf eine Zunahme von 1,1 Prozent. Während das Passagieraufkommen nach China um 1,7 Prozent und nach Japan um 1,6 Prozent abnahm, legte Indien um 6,8 Prozent zu.
Flüge nach Afrika verzeichneten 5,1 Prozent mehr Passagiere, wobei Ägypten 5,6 Prozent, Marokko sogar um 22,1 Prozent zulegte. Der Kontinent mit der höchsten Wachstumsrate war nach Angaben der Statistiker Australien/Ozeanien mit 14 Prozent mehr Passagieren.

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