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Donnerstag, der 16. November 2006
Rückzug der EUFOR-Truppe aus dem Kongo fraglich





Berlin - Der Chef der EUFOR-Truppe in Kongo, der französische Generalmajor Christian Damay, glaubt nicht, dass der Militäreinsatz auftragsgemäß am 30. November endet. Das hat er jüngst bei einem Gespräch mit dem Europa-Abgeordnete der Linkspartei Tobias Pflüger betont.

Pflüger besuchte in den vergangenen Tagen mehrere UN- und EU-Stützpunkte in Kongo. Damay habe, so Pflüger gegenüber "Neues Deutschland" (Donnerstag-Ausgabe), betont, dass die Amtseinführung des jüngst gewählten kongolesischen Präsidenten nicht vor dem 10. Dezember stattfinden könne. Solange sei sein Verband gefordert, die Sicherheit im Lande zu garantieren.

Damay sei sicher, auch noch im Dezember über genügend französische, italienische und deutsche Soldaten verfügen zu können, fasst Pflüger sein Gespräch mit dem General zusammen und betont: "Ein solches Vorgehen wäre illegal und ein Affront wider UNO und Bundestag." Die entsprechende UN-Resolution fordert den Rückzug der EUFOR bis Ende November, der entsprechende Beschluss des Bundestages für den deutschen Anteil an der Truppe ist ebenso terminiert.

Die deutschen Truppen sind auf mögliche neue Spannungen in Kongo vorbereitet. Laut Pflüger sind mindestens 25 Soldaten des Kommando Spezialkräfte (KSK) in Kongo stationiert. Die Geheimtruppe ist ausgebildet, gefährliche Evakuierungen abzusichern.



Mittwoch, 19. Nov. 2008







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