Berlin / Hamburg - Spam, Phishing und Spyware - Deutschlands Internetnutzer müssen zunehmend den Missbrauch ihrer Daten befürchten. Elf Organisationen fordern nun vom Gesetzgeber jetzt ein mutiges Gegensteuern. Die Sammlung und Aufzeichnung von Daten im Internet soll auf ein Mindestmaß beschränkt werden, verlangen unter anderem die Wirtschaftsinitiative "no abuse in internet" (naiin) und die Verbraucherzentrale Bundesverband in einem gemeinsamen Forderungspapier. "Den besten Schutz vor Datendiebstahl und Datenmissbrauch stellt es dar, wenn von vornherein möglichst wenige persönliche Daten erhoben und gespeichert werden", heißt es in dem Dokument. Die Organisationen fordern den Gesetzgeber zudem auf, für mehr Transparenz bei der Aufzeichnung und Speicherung persönlicher Daten im Internet zu sorgen. Der Bundestag berät zurzeit über den Regierungsentwurf eines Telemediengesetzes. "Dieser Entwurf sieht sogar noch erhebliche Absenkungen des bestehenden Datenschutzniveaus vor", warnt der Jurist Patrick Breyer, Initiator der gemeinsamen Stellungnahme der Verbraucher- und Datenschutzorganisationen. In einer Informationsgesellschaft seien die persönlichen Daten, die man dem Internet anvertraue, der Schlüssel zum Privatleben der Nutzer, argumentiert Breyer. "Internetunternehmen sollten diese Daten nicht endlos horten und dem Zugriff von Datendieben und Betrügern, aber auch der Schnüffelei von Behörden aussetzen dürfen."
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