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Donnerstag, der 16. November 2006
Absenkung der Eckrente stößt auf scharfe Kritik





Leipzig - Die offenbar bevorstehende Absenkung der Eckrente im nächsten Jahr stößt auf scharfe Kritik des Sozialverbandes VdK. "Was hier mit den Rentnern gemacht wird, grenzt an Unverschämtheit", sagte VdK-Präsident Walter Hirrlinger der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag-Ausgabe). "Die Rentner sind immer die Dummen."

Seit 2004 habe es keine Rentenanpassung mehr gegeben, und bis 2009 werde es auch keine mehr geben, dies habe die Politik bereits klargemacht. "Das bedeutet doch, dass die Rentner einen jährlichen Kaufkraftverlust in Höhe der Inflationsrate hinnehmen müssen", so Hirrlinger weiter. "Mit anderen Worten: Wir nähern uns 2010 der Grundsicherung. Und wenn die Politik so weitermacht, haben die Rentner wohl bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag keine Rentenanpassung mehr."

Dabei dürfe man nicht vergessen, "dass die Rente keine Wohltat des Staates ist", argumentierte der VdK-Präsident. Die Menschen hätten ein Leben lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt. Schwere Vorwürfe erhebt Hirrlinger gegen die Ethik der Politik insgesamt. Es werde "nur noch abgesahnt". Die Politiker seien so weit weg von den Menschen, "dass sie gar nicht mehr wissen, was die Menschen denken."

Doch die 20 Millionen Rentner werden es "nicht hinnehmen, dass sie auf Dauer die Dummen der Nation sind", so Hirrlinger weiter. Mit Blick auf die nächsten anstehenden Landtagswahlen kündigte der VdK-Präsident eine Protestwahl der Rentner an. "Das ist ihre Möglichkeit eines Signals an die Politik, dass es so nicht mehr weitergehen kann."



Mittwoch, 19. Nov. 2008







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