Aust erzählt von geplantem Mordanschlag der RAF auf ihn
veröffentlicht am 16.09.2008

Der ehemalige «Spiegel»-Chefredakteur Stefan Aust glaubt, dass die RAF ihn töten wollte. Der Zeitschrift «Vanity Fair» erzählte Aust laut Vorabmeldung vom Dienstag von einem entsprechenden Vorfall aus dem Jahr 1970. «Vermutlich nahmen Baader und Co. an, ich wüsste so viel über die Gruppe, dass ich für sie gefährlich werden konnte», sagte der Autor des frisch verfilmten Buches «Der Baader Meinhof Komplex».
München - Der ehemalige «Spiegel»-Chefredakteur Stefan Aust glaubt, dass die RAF ihn töten wollte. Der Zeitschrift «Vanity Fair» erzählte Aust laut Vorabmeldung vom Dienstag von einem entsprechenden Vorfall aus dem Jahr 1970. «Vermutlich nahmen Baader und Co. an, ich wüsste so viel über die Gruppe, dass ich für sie gefährlich werden konnte», sagte der Autor des frisch verfilmten Buches «Der Baader Meinhof Komplex». Der Film, an dem Aust auch als Berater mitgewirkt hat, wurde am Dienstag als deutscher Kandidat ins Rennen um den Oscar geschickt.
«Wir waren in meiner Wohnung in Hamburg-Altona, als nachts um drei plötzlich ein Bekannter klingelte», schilderte Aust. «Andreas Baader und Horst Mahler hatten ihn dazu gebracht, meinen Wohnort zu verraten. Die standen schon unten und warteten.» Der Bekannte habe nur gesagt: «Ihr müsst schnell raus, sonst passiert etwas Schreckliches.» Seine Frau, einige Besucher und er seien daraufhin durch einen Betongraben hinterm Haus abgehauen, berichtete Aust weiter in dem Interview.
(© AP)




