Sicherheitsoffensive hat kaum Auswirkungen auf Angriffe im Irak
veröffentlicht am 16.05.2007

Die vor rund einem Vierteljahr gestartete Sicherheitsoffensive US-amerikanischer und irakischer Truppen hat einer Untersuchung zufolge kaum Auswirkungen auf die Zahl der Anschläge im Irak. Die Zahl der durchschnittlichen Anschläge pro Tag sei von 71 im Januar 2006 auf 176 im Oktober gestiegen, erklärte der US-Rechnungshof. Im Februar, als die Offensive begann, gab es demnach einen leichten Rückgang auf 164 Anschläge pro Tag, im März waren es 157, im April durchschnittlich 149.
Bagdad - Die vor rund einem Vierteljahr gestartete Sicherheitsoffensive US-amerikanischer und irakischer Truppen hat einer Untersuchung zufolge kaum Auswirkungen auf die Zahl der Anschläge im Irak. Die Zahl der durchschnittlichen Anschläge pro Tag sei von 71 im Januar 2006 auf 176 im Oktober gestiegen, erklärte der US-Rechnungshof. Im Februar, als die Offensive begann, gab es demnach einen leichten Rückgang auf 164 Anschläge pro Tag, im März waren es 157, im April durchschnittlich 149.
Der Bericht bezieht sich auf Angaben der US-Truppen, die Zahl der Todesopfer oder Verwundeten wurde nicht berücksichtigt. Aus Kreisen der Streitkräfte hieß es, die Aufständischen hätten auf die Offensive mit noch verheerenderen Bombenanschlägen als zuvor reagiert, die mehr Opfer gefordert hätten.
Bei einem Bombenanschlag in einer schiitischen Enklave nordöstlich von Bagdad wurden mindestens 32 Menschen getötet, wie wie Polizei mitteilte. Rund 50 Menschen seien am Dienstagabend verletzt worden, als der in einem geparkten Auto versteckte Sprengsatz in der Nähe eines Marktes in Abu Sajda detonierte. Berichte von Ärzten, dass möglicherweise auch Chlorgas bei dem Anschlag eingesetzt wurde, bestätigte die Polizei nicht.
In der stark gesicherten Grünen Zone in Bagdad schlugen am Mittwoch zehn Mörsergranaten ein. Mindestens zwei Iraker wurden getötet und zehn weitere Menschen verletzt, wie die US-Botschaft mitteilte. Unter den Opfern seien auch zwei Ausländer. Es handelte sich um den zweiten derartigen Angriff in zwei Tagen. Bei dem Angriff am Dienstag wurden nach Angaben der Botschaft neun Menschen verletzt. In der Grünen Zone befinden sich die US-Vertretung sowie die wichtigsten Büros der irakischen Regierung.
In der vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadt Nasirija im Süden des Landes kam es nach der Festnahme von zwei gesuchten Milizionären zu einem Feuergefecht zwischen der Polizei und anderen Milizionären der Mahdi-Armee des radikalen Predigers Muktada al Sadr. Insgesamt neun Iraker wurden dabei getötet, 75 verwundet.
Tausende US-Soldaten suchten unterdessen weiter nach drei Kameraden, die in der vergangenen Woche nach einem Angriff auf ihren Konvoi entführt worden waren. Vier US- und ein irakischer Soldat wurden bei dem Überfall, hinter dem die Terrororganisation Al Kaida vermutet wurde, getötet. Flugzeuge warfen Flugblätter ab, in denen um Hinweise auf die Entführten gebeten wurde.
(© AP)




