Frankfurt am Main - In der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie setzt sich der konjunkturelle Erholungsprozess fort. "Unsere Branche wächst vor allem durch Auslandsaufträge weiter, wenn auch etwas weniger stark als im Vorjahr", teilte Prof. Dr. Edward Krubasik, Präsident des Elektroverbands ZVEI, anlässlich der Jahrespressekonferenz seines Verbandes mit. Mit dem Wachstum im Inland zeigte er sich aber unzufrieden.
In diesem Jahr erwartet die zweitgrößte Industriebranche in Deutschland eine weitere Steigerung des Umsatzes von drei Prozent, nachdem sie 2004 um vier Prozent auf 161 Milliarden Euro zulegte. "Das ist immer noch unter dem Niveau des Boomjahres 2000, aber wir haben die Talsohle durchschritten", erläuterte Krubasik. Auf die Zahl der Arbeitsplätze wirke sich das allerdings nicht positiv aus, so lange nicht mehr Inlandswachstum entstehe. Bestenfalls könne der Stand vom Ende des vergangenen Jahres von 807.000 Beschäftigten gehalten werden, so der ZVEI-Präsident.
Positive Zahlen konnten in Deutschland vor allem Investitionsgüter und Bauelemente verzeichnen. Die Automatisierungsindustrie wuchs im Inland um drei Prozent, Energietechnik mit vier und die Automobil-Elektronik um fünf Prozent. Allerdings habe sich hier zum Jahresende eine deutliche Beruhigung eingestellt. Auch die Beleuchtungs- und Installationstechnik konnten vor dem Hintergrund steigender Vormaterialkosten 2004 ihre Umsätze trotz der Krise im Baubereich leicht ausweiten.
Kräftig von Innovationen profitierte die Unterhaltungselektronik: Neuheiten wie Flachbildschirme, MP3-Spieler und digitale Kameras ließen den Inlands-Umsatz um acht Prozent ansteigen. Dagegen verringerte sich der Inlandsumsatz bei Hausgeräten um gut drei Prozent. In der Medizintechnik, einem globalen Wachstumsfeld in der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, ging der Inlandsumsatz um ein Prozent zurück.
Nahezu in allen Bereichen florierte dagegen der Export mit einem Plus von 15 Prozent auf 131 Milliarden Euro.
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