Bonn - In rund 65 Prozent der Unternehmen hält das operative Management die IT-Prozesse für nicht transparent genug. Zu diesem Ergebnis kommt Detecon International in einer aktuellen Studie. Die Folge: Es ist nicht nachvollziehbar, welchen konkreten Wertbeitrag die IT für das Unternehmen liefert. Die Aufgabe, für mehr Transparenz zu sorgen, liegt nach Ansicht der Befragten eindeutig in der Verantwortung des CIOs.
Dabei ist die Wichtigkeit von IT-Transparenz unter den IT-Verantwortlichen und Managern unbestritten. Sie sind sich einig, dass sich der Wertbeitrag der IT zum Unternehmenserfolg nur dann messen lässt, wenn die Abläufe auch für die Verantwortlichen der Fachbereiche nachvollziehbar sind. Von Interesse sind dabei in erster Linie Informationen über die verschiedenen IT-Anwendungen und Projekte. Die Transparenz technischer Aspekte stufen die meisten Befragten als weniger wichtig ein.
Die Mittel und Wege, um IT-Prozesse transparenter zu machen, unterscheiden sich aber von Unternehmen zu Unternehmen. "Augenscheinlich hat sich bislang weder eine Standardarchitektur durchgesetzt, noch scheint es für diesen Einsatzzweck spezifische Werkzeuge zu geben", sagt Dr. Bernd Stephan, Managing Consultant bei Detecon International und Initiator der Studie. Ein klassisches Instrument, um die Leistungen der IT-Abteilung für die Fachabteilungen nachvollziehbar zu machen, seien Produkt- und Leistungskataloge, so Stephan.
Immerhin: Über zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, über einen solchen Katalog zu verfügen. Nur in etwa der Hälfte der Fälle sind dort jedoch die IT-Prozesse vollständig erfasst. Jederzeit abrufbar sind die Informationen bei 35 Prozent der Unternehmen. Bei weiteren 50 Prozent können die Verantwortlichen die Daten zumindest periodisch abfragen.
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