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Spamflocke, Abzocke: Vorsicht beim Online-Shopping in der Vorweihnachtszeit
15. Dezember 2004 - 14:46 Uhr

Wien / München - Während für das Online-Shopping Zuwachsraten von 25 Prozent prognostiziert werden, gehören Phishing-Angriffe nach Angaben des Content Security-Spezialisten SurfControl mit einer Steigerungsrate von 1.200 Prozent mittlerweile zu den weltweit am schnellsten um sich greifenden Online-Betrügereien.

Experten raten daher Privatpersonen und Firmenmitarbeitern gleichermaßen, speziell in der Vorweihnachtszeit besondere Vorsicht walten zu lassen. Das kalifornische Unternehmen TRUSTe, das sich auf die Überwachung der Vertraulichkeit im Internet spezialisiert hat, gibt an, dass bereits sieben von zehn Internet-Nutzern Ziel von Phishing-Spams sind. 15 Prozent davon, so TRUSTe, gingen den Betrügern auf den Leim.

Nach Angaben des Beratungsunternehmens comScore werden die Kosumenten allein in diesem Jahr 25 Prozent mehr Geld für Online-Einkäufe ausgeben. Insgesamt wird erwartet, dass die Verbraucher in der Vorweihnachtszeit Einkäufe im Wert von mehr als 15 Milliarden US-Dollar tätigen werden. Da viele dieser Transaktionen - wie jedes Jahr - via Internet vom Arbeitsplatz aus abgewickelt werden, bestehen seitens der Unternehmen zunehmende Bedenken hinsichtlich ihrer IT-Sicherheit, der Produktivität ihrer Mitarbeiter sowie bezüglich Haftungsrisiken.

"In der Vorweihnachtszeit werden die Kunden erfahrungsgemäß hektischer und unvorsichtiger beim Online-Kauf, da sie in Zeitnot sind und auf Schnäppchenjagd", erklärt Gernot Huber, Marketing Manager Central Europe von SurfControl. "Das ist die goldene Zeit für Spammer und vor allem Phisher, die mittlerweile Spammer, Hacker, Virenschreiber und professionelle Web-Designer für ihre Zwecke einspannen und immer professioneller zu Werke schreiten."

Nach Aussagen des Global Content Teams von SurfControl hat die Zahl der Phishing-Angriffe seit dem vergangenen Januar um 1.200 Prozent zugenommen. Die Zuwachsrate ist damit 48 mal höher als die Zunahme der Ausgaben für Online-Einkäufe. Die Phishing-Angriffe erfolgen dabei über Spam-Emails, die scheinbar von einem seriösen Unternehmen wie zum Beispiel einer Bank, PayPal oder einer E-Commerce-Website kommen. Mit diesen Mails wird versucht, den Computernutzer auf eine gefälschte Website zu locken, wo man sie auffordert, vertrauliche Angaben zu ihrer Person und ihren Geldkonten und Chipkarten zu machen.

Phisher verwenden meist renommierteste Markennamen für ihre betrügerischen Absichten. In den vergangenen Wochen wurden die Angriffe immer raffinierter. Selbst die Namen vertrauter Finanzdienstleister wie PayPal wurden für Betrugszwecke missbraucht.



Mittwoch, 19. Nov. 2008







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