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15. Oktober 2008
EZB trägt Mitschuld an eingefrorenem Geldmarkt


Frankfurt - Trotz der in Aussicht gestellten Staatsgarantien trauen sich die Banken weiterhin nicht über den Weg. Statt sich wieder gegenseitig Geld zu leihen, parken sie ihr Geld lieber bei der Zentralbank. Schuld daran könnten nach Einschätzung des Finanzprofessors Jan Krahnen die Finanzspritzen der Notenbanken sein, die seit Monaten Liquidität in den Geldmarkt pumpen.

"Die Hilfsbereitschaft der Zentralbanken ist angesichts einer akuten Krise kurzfristig überlebenswichtig, sie verhindert aber mittelfristig zugleich die Gesundung des Interbankenmarktes", sagte der Leiter des Center for Financial Studies der "Frankfurter Rundschau" (Mittwochausgabe).

Mit immer neuen Milliardenkrediten bestätige die Europäische Zentralbank (EZB) die Banken noch darin, dass sie sich gegenseitig nichts mehr leihen. "Schließlich können sie ihren Liquiditätsbedarf auch bei der Zentralbank decken", erläuterte Krahnen. Abhilfe erhofft er sich von den in Aussicht gestellten Garantien der Bundesregierung.

Krahnen plädiert jedoch dafür, die Banken am Risiko zu beteiligen. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die Banken im Vertrauen auf den Staat blind verliehen.

 








 
 



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