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15. Oktober 2008
Euro zeigt sich weiter schwach um 1,36 USD


Frankfurt - Der Euro ist am Mittwoch abermals etwas leichter in den Handel in Europa gestartet. Beim Übergang vom asiatisch dominierten zum europäisch geprägten Devisenhandel notiert die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar knapp um die Marke von 1,36 USD. Auch zum Yen verliert der Euro kräftig an Boden. "Es hat den Anschein, dass die Wechselkurse fast nur noch eine Funktion der Entwicklung an den Aktienmärkten sind", sagt David Sloan, Volkswirt bei dem New Yorker Beratungsunternehmen 4Cast. Drehe Wall Street ins Minus, würden als riskanter eingestufte Währungen wie die Gemeinschaftswährung verkauft. Dies erkläre auch die anhaltende Stärke der japanischen Landeswährung gegenüber den beiden anderen G3-Valuta, ergänzt ein Devisenhändler.

Analysten zufolge wird der Dollar verglichen mit dem Euro darüber hinaus von zwei zu Grunde liegenden Trends gestützt. Zum einen zögen von der Kreditkrise verunsicherte Investoren in erheblichem Umfang Mittel aus den Schwellenländern ab und investierten sie in die als sicherer Hafen geltenden US-Treasurys. Dies erhöhe die Greenback-Nachfrage.

Darüber hinaus habe es den Anschein, dass die US-Volkswirtschaft im konjunkturellen Zyklus weiter als der Euroraum fortgeschritten sei und daher früher auf den Wachstumspfad zurückkehren könnte. "Daher dürfte die Federal Reserve vor der Europäischen Zentralbank auf einen geldpolitischen Straffungskurs einschwenken, was den Renditeabstand zwischen den beiden Wirtschaftsräumen verringern würde", sagt ein Beobachter.

Anders als am Dienstag dürften zur Wochenmitte auch wieder makroökonomische Daten das Geschehen an den Devisenmärkten beeinflussen. Aus den USA werden unter anderem die Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze für September erwartet. darüber hinaus steht der Empire-State-Manufacturing-Index für Oktober auf der Agenda. Am Abend wird dann noch das Beige Book der US-Notenbank erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar im Bereich von 1,3505 USD unterstützt. Auf Widerstand trifft sie auf dem Niveau von 1,3750 USD.

Die Feinunze Gold kostet am Mittwochmorgen 845,55 USD, zum Londoner Nachmittag-Fixing war sie am Vortag mit 832,50 USD festgestellt worden.

 








 
 



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