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15. Oktober 2008
Obama und McCain in ihrem letzten TV-Duell vor der Wahl


Washington - Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain ist mit der Hoffnung auf einen Umschwung der öffentlichen Meinung in sein letztes TV-Duell gegen den Demokraten Barack Obama gezogen. Angesichts schwindender Umfragewerte war das Duell in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) für McCain eine der letzten Gelegenheiten, das Ruder doch noch einmal zu seinen Gunsten herumzureißen. Es wurde erwartet, dass auch bei dem dritten Aufeinanderprallen der beiden Rivalen die Finanz- und Wirtschaftskrise das Hauptthema bilden würde.

Die internationale Finanzkrise, die den Wahlkampf stärker dominiert, als das vor einigen Wochen abzusehen war, hat McCain geschadet, da er mit der Wirtschaftspolitik des republikanischen Amtsinhabers George W. Bush in Verbindung gebracht wird. Sich davon abzusetzen und Neues anzubieten, ist für McCain deshalb das Gebot der Stunde.

Obama dagegen betont stets, dass von McCain keine im Wesentlichen andere Politik zu erwarten ist als von Bush und dass die Finanzkrise das Ergebnis einer verfehlten Wirtschaftspolitik der Republikaner ist. Austragungsort des TV-Duells war die Hofstra-Universität am Rand von New York.

Obama hat drei Wochen vor der Präsidentschaftswahl seine Führung in den Meinungsumfragen weiter ausbauen können. 53 Prozent der Amerikaner wollen Obama als Nachfolger Bushs, während 39 Prozent dessen Parteifreund McCain den Vorzug geben. Befragt wurden 1.070 potenzielle Wähler im Auftrag des Fernsehsenders CBS und der «New York Times». Vor einer Woche hatte Obama in der gleichen Erhebung erst einen Vorsprung von drei Prozentpunkten gehabt.

Inzwischen sagen vier von fünf Befragten, ihre Wahlentscheidung stehe fest. 21 Prozent gaben an, ihre Meinung über McCain habe sich in den vergangenen Wochen verschlechtert. Als Gründe gaben sie meist die Attacken McCains auf Obama und die Entscheidung für die Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin an.

Weil nicht das landesweite Ergebnis, sondern die Summe der Ergebnisse in den Einzelstaaten wahlentscheidend ist, konzentrieren beide Kandidaten ihren Wahlkampf in der Schlussphase auf die sogenannten Schlüsselstaaten. Auch dort kann Obama Zugewinne in den Umfragen verbuchen.








 
 



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