Die europäischen Sozialpartner haben sich hinter das Bankenrettungspaket der Euro-Gruppe gestellt. «Wir brauchen die Initiativen auf den nationalen und europäischen Ebenen, um eine Ansteckung der realen Wirtschaft durch die Finanzmarktkrise zu verhindern», sagte die Präsidentin des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB), Wanja Lundby-Wedin, am Mittwoch vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel.
Der Präsident des europäischen Arbeitgeberverbandes Buisinesseurope, Ernest-Antoine Seillère, warnte, man werde «Folgen auf Wachstum und Beschäftigung» durch die Finanzmarktkrise sehen. Allerdings würden durch die nationalen Rettungspakete keine weiteren Belastungen auf die Bürger zukommen. «Wenn sie funktionieren, würden keine Steuererhöhungen notwendig.» Zudem prognostizierte Seillière einen Rückgang der Inflation.
In Rufe nach einem europäischen Konjunkturprogramm stimmten die Teilnehmer des Gipfels der Sozialpartner mit Vertretern der EU nicht ein. «Das wichtigste, um die Beschäftigung zu sichern, ist die Fortsetzung der Strukturreformen in den Mitgliedsstaaten», sagte der französische Premierminister Francois Fillon.
