Trotz Finanzkrise hat die Hochschulrektorenkonferenz Bund und Länder aufgefordert, in den nächsten fünf Jahren 13 Milliarden Euro zusätzlich in den Hochschulbereich zu investieren. «Die begabten jungen Leute zu fördern, ist auch volkswirtschaftlich das Gebot der Stunde», sagte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel am Mittwoch in Berlin. Die von Bildungsministerin Annette Schavan angekündigten sechs Milliarden Euro bis 2012 für den gesamten Bildungsbereich seien «deutlich zu wenig».
Mit Blick auf den von Kanzlerin Angela Merkel am 22. Oktober in Dresden einberufenen Bildungsgipfel sagte Wintermantel, wer mit Verweis auf die Finanzkrise zusätzliche Bildungsinvestitionen abschreiben wolle, habe nichts verstanden. «Für jeden jungen Menschen ist eine gute Bildung die beste Zukunftssicherung.» Nun müsse es gerade darum gehen, die Wirtschaft durch hervorragend ausgebildete junge Leute zu stärken.
Jetzt erst recht brauche man forschungsstarke Hochschulen, die Impulse für gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationen lieferten, betonte die HRK-Präsidentin. Die von Bildungsministerin Schavan (CDU) am Wochenende angekündigten sechs Milliarden Euro seien zu wenig, selbst wenn noch einmal die gleiche Summe von den Ländern hinzukäme.
Für den Bildungsgipfel stellte die HRK neun Forderungen auf. Darin heißt es unter anderem, Bund und Länder sollten sich verpflichten, die Durchlässigkeit zwischen den Bildungsbereichen zu ermöglichen, die Exzellenzinitiative weiterzuentwickeln und sich auf Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verständigen. Als weiteren Punkt nannte Wintermantel, Studenten müsse der Zugang zum Bafög erleichtert werden.
