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15. Oktober 2008
Finanzmarktkrise - Private Equity


Frankfurt - Der englische Fachausdruck «Private Equity» steht für «privates Beteiligungskapital». Verbreitete Bezeichnungen sind «Finanzinvestoren» oder «Kapitalbeteiligungsgesellschaften». Solche Fonds sammeln Geld bei institutionellen Anlegern wie Banken, Versicherungen und Pensionskassen, aber auch bei reichen Privatleuten. Das Kapital stellen sie außerbörslich Unternehmen zur Verfügung. Dafür übernehmen die Beteiligungsgesellschaften meist die Mehrheit der Eigentumsanteile.

Vorteil für Unternehmen ist, dass sie auf diese Weise an frisches Kapital kommen können, auch wenn ihre Aktien nicht gefragt sind oder die Banken keine ausreichenden Kredite geben wollen. Das kann jungen Start-Ups ebenso helfen wie Firmen in der Klemme. Häufig profitieren die Firmen auch vom unternehmerischen Know-how der Finanzinvestoren, wie der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften betont.

In die Kritik geraten ist die vom SPD-Politiker Franz Müntefering als «Heuschrecken» beschimpfte Branche durch massive Arbeitsplatzverluste bei radikalen Firmensanierungen, aber auch durch die vom Bundesverband verteidigte Praxis, die Übernahme von Firmen weit überwiegend durch Kredite zu finanzieren, die dann der Bilanz des übernommenen Unternehmens aufgebürdet werden. Kritiker führen an, dass in einigen solchen Fällen die Investoren dann durch Sonderdividenden das Bar-Kapital aus dem zuvor gut ausgestatteten Unternehmen abzogen.








 
 



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