Gießen - Ein 56-jähriger Deutscher wurde jetzt vom Landgericht Gießen in 28 Fällen des gewerbsmäßigen Betrugs für schuldig befunden, weil er wirkungslose Aluminiumchips gegen Elektrosmog und Mobilfunkfelder verkauft hat.
Der Mann wurde laut Berichten der Nachrichtenagentur dpa zu sechs Jahren Haft verurteilt und war bereits einschlägig vorbestraft, weil er schwer krebskranken Menschen wirkungslose Tropfen verkauft hatte. Dass er nach einer deshalb verbüßten Haftstrafe gleich mit dem Vertrieb der so genannten "Feldprozessoren" begann, wurde dem Angeklagten vom Richter als erschwerend angelastet.
Noch während seiner Bewährungszeit baute er mit "erheblicher krimineller Energie" ein Vertriebsnetz für die daumennagelgroßen Aluminiumplättchen auf, wie es in der Urteilsbegründung heißt. Die Plättchen verkaufte er für rund 300 Euro das Stück in ganz Deutschland. Laut einem gerichtlichen Gutachten sind die "Feldprozessoren" jedoch vollkommen wirkungslos und bestehen lediglich aus Aluminium und kupferfarbener Folie.
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