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15. Juli 2008
Kundige Mac-Nutzer hacken sich ins Betriebssystem


Frankfurt - Das Betriebssystem des Apple-Computers, Mac OS X, wird oft wegen seiner Nutzerfreundlichkeit gerühmt. Einige Nutzer aber bleiben nicht an der Oberfläche stehen, sondern hacken sich in die Tiefen des Systems, um es an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Welch teilweise verblüffende Möglichkeiten sich dabei eröffnen, hat Chris Seibold in den «Apple Hacks» zusammengestellt, die jetzt im O"Reilly-Verlag auf Englisch erschienen sind.

«Unter der Bonbon-Optik von Mac OS ist ein Betriebssystem der alten Schule: Unix». Und das ist für Seibold das Einfallstor, um den Mac an Stellschrauben zu verändern, an denen Apple das eigentlich nicht vorgesehen hat. Das fängt damit an, dass man sich vom immergleichen Startbildschirm verabschiedet und dem Anmeldefenster einen persönlichen Spruch hinzufügt. Auch das mit der neuesten Mac-OS-Version «Leopard» eingeführte Look-and-feel der Icons für Ordner und Dateien ist nicht jedermanns Sache - Seibold zeigt, wie sich diese Bildchen mit ein paar Eingriffen in die Tiefen des Systems ändern lassen.

Weil man da bei einem Fehler auch einiges kaputt machen kann, zeigt der Autor im ersten Kapitel, wie man die Daten so sichert, dass man sie im Notfall schnell wiederherstellen kann. Dazu gehört auch ein USB-Stick, um den Mac mit diesem kleinen Datenträger zu booten.

Danach geht es an Veränderungen des Docks oder des Desktops. Der 19. von insgesamt 131 Hacks zeigt etwa, wie man die aktuellen Aufnahmen einer Webcam auf dem Desktop anzeigt. Nützlicher aber können ein paar Eingriffe sein, um im Sinne der Netzsicherheit alle Zugriffe aus dem Internet auf den eigenen Rechner zu überwachen. Andere Hacks sind eher Features, die wenig bekannt sind. So lässt sich die Mac-interne Suchmaschine Spotlight auch als Rechner verwenden.

Neben dem Mac-System zeigt das Buch auch, wie man den iPod, das iPhone oder Apple TV hackt und den eigenen Wünschen anpasst. Ungeahnte Möglichkeiten eröffnet auch der Bewegungssensor des Mac-Notebooks. Seibold zeigt, wie man diesen so einrichtet, dass ein beliebiges Programm gestartet wird, wenn man die Kante des Bildschirms antippt.

In einem launigen und stets lesenswerten Stil schlägt der Autor vor, man könne die Buchseiten entweder für interessante Origami-Faltkunst verwenden oder auch von vorn bis hinten durchlesen. Wer sich für die zweite Option entscheidet und die Hacks am eigenen Mac durchspielt, kennt seinen Rechner danach sehr viel genauer als vorher.

 






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