Die meisten deutschsprachigen Internetnutzer haben kein gutes Gefühl dabei, wenn sie persönliche Daten im Netz preisgeben. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen WWW-Benutzer-Analyse W3B, wie das Marktforschungsunternehmen Fittkau & Maaß mitteilte. Dass persönliche Daten im Internet genannt werden, ist allerdings fast unumgänglich, da sie die Voraussetzung für die Nutzung von Web-Mail-Diensten, Online-Shopping oder Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ sind.
Nur die wenigsten Internetnutzer glauben demnach den Versprechen, dass ihre Daten wirklich vertraulich behandelt werden. Fast 70 Prozent erklärten, sie hätten Sicherheitsbedenken bei der Weitergabe persönlicher Daten und fürchteten einen Missbrauch der Daten zu Werbezwecken. 57 Prozent vermuten, dass Daten gezielt ausspioniert werden könnten. Am wenigsten gerne werden der Umfrage zufolge Einkommen und Privatadresse angegeben, aber auch Informationen zum eigenen Kauf- und Surfverhalten wollen viele Nutzer nicht preisgeben.
Nur in der Minderheit sind die Nutzer, die keine Bedenken hinsichtlich des Online-Datenschutzes haben: Nur acht Prozent halten die Datenschutzbestimmungen für streng genug, nur fünf Prozent die heutige Internettechnik für gut genug, um sich bei der Weitergabe persönlicher Daten sicher zu fühlen.
Für die WWW-Benutzer-Analyse W3B wurden den Angaben zufolge im April und Mai 2008 insgesamt 101.926 deutschsprachige Internetnutzer befragt.
