In der Schweiz sind acht Briten bei einem privaten Autorennen gestoppt worden. Verhaftet wurde bei der Polizeiaktion im Bündnerland niemand, bei drei Personen wurde aber der Führerschein eingezogen. Hinter der sogenannten «Alpentour 2008» wurde ein illegales Cannonball-Rennen vermutet. In Zürich saßen am Donnerstag weiter neun Ausländer in Haft, die Anfang Mai deutlich zu schnell unterwegs waren.
Die acht Fahrer in ihren baugleichen «Audi TT»-Sportwagen wurden am Mittwochnachmittag wegen überhöhter Geschwindigkeit angehalten, wie die Kantonspolizei berichtete. Sie waren im Tempo-80-Bereich mit Geschwindigkeiten von 109 bis 133 Kilometern pro Stunde unterwegs. Drei Fahrern wurde der Führerausweis auf der Stelle weggenommen und die Weiterfahrt untersagt. Alle acht Fahrer wurden angezeigt. Die Polizei vermutete, dass es sich bei «Alpentour 2008» um eine Aktion der Cannonball-Vereinigung handelt.
In Zürich waren am Donnerstag noch sechs Chinesen, ein Brite, ein Kanadier sowie ein Amerikaner in Untersuchungshaft, die am Montag vergangener Woche auf der Autobahn A3 im Konvoi mit bis zu 197 Kilometern in der Stunde unterwegs gewesen waren. Ihre Haft war am Freitag wegen anhaltender Fluchtgefahr verlängert worden. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AP sagte, wird auch bei ihnen wegen eines möglichen verbotenen Cannonball-Rennens ermittelt.
Die Betroffenen selbst sprachen von einer «Vergnügungsfahrt» von Mailand nach Paris. Ihnen drohen Geldstrafen von bis zu einer Million Franken, da diese einkommensabhängig ausfallen werden. Die für das Straßenrennen gemieteten Luxusboliden der Marken Ferrari, Lamborghini, Aston Martin und Audi bleiben bis zum Abschluss der Untersuchungen beschlagnahmt.
