Der Reise- und Schifffahrtskonzern TUI hat im ersten Quartal 2008 einen Verlust von rund 278 Millionen Euro eingefahren. Das Konzernergebnis sank damit um fast 165 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als ein Minus von 105 Millionen Euro verzeichnet wurde, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. In dem Ergebnis seien Belastungen aus der Fusion der TUI-Touristiksparte mit dem britischen Reiseanbieter First Choice von 69 Millionen Euro enthalten.
Außerdem seien im Vorjahresquartal Gewinne aus Verkäufen von Unternehmensanteilen in Höhe von insgesamt 196 Millionen Euro enthalten gewesen. Das Ergebnis vor Steuern lag im ersten Quartal 2008 laut TUI bei minus 380,9 Millionen Euro und ist damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39,3 Prozent gesunken, als ein Minus von 273,4 Millionen Euro gemeldet worden war.
Positive Zahlen hatte TUI bereits in der vergangenen Woche für Umsatz und operatives Ergebnis gemeldet. Der Umsatz der Sparten stieg demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,3 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) der Sparten verbesserte sich um 21 Prozent, so dass der Verlust von 248 auf 196 Millionen Euro schrumpfte.
Das erste Quartal ist bei TUI traditionell mit Verlusten belastet, weil der Konzern Vorleistungen für die Reisesaison im Sommer erbringen muss.
