Berlin - Wer noch vor fünf oder sechs Jahren im Internet surfte, der musste vor allem eine Eigenschaft haben: Geduld! Bis sämtliche Texte und vor allem Bilder geladen waren, verging nicht selten eine Ewigkeit. Vom Runterladen multimedialer Inhalte mal ganz zu schweigen. Seit der DSL-Technik ist es mit der Warterei bei den meisten Anwendungen vorbei. Doch es geht noch schneller! ADSL2+ wird schon bald für noch schnellere Verbindungen sorgen.
Wer in einer Stadt wohnt, hat meist kein Problem mehr, einen DSL-Anschluss zu bekommen. Vorausgesetzt er wohnt in der Nähe eines sogenannten DSL-Knotenpunktes. Mehr als anderthalb Kilometer sollte dieser nicht von der heimischen Wohnung entfernt sein, sonst wird es nämlich nichts mit der DSL-Leitung. "ADSL2+ hat eine wesentlich größere Reichweite als bisher. Der entsprechende DSL-Knotenpunkt muss deshalb nicht direkt um die Ecke liegen, sondern kann auch weiter weg sein. Somit haben dann wesentlich mehr Menschen die Möglichkeit, das schnelle DSL zu nutzen", erklärt Martin Schröder vom FRITZ!-Hersteller AVM.
Und es gibt noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: ADSL2+ ist noch schneller als das bisherige DSL. Übertragungsraten von bis zu 24/Mbit pro Sekunde sind möglich. Das ist mehr als das Doppelte des bisherigen DSL-Standards. "Wer noch das normale DSL nutzt und auf ADSL2+ umsteigen will, der sollte sich genau erkundigen, ob sein Modem den neuen Standard auch wirklich unterstützt. Wir werden Software-Updates anbieten, die es ermöglichen, alle AVM-Produkte auch für ADSL2+ zu nutzen. Wenn Sie jetzt ein Modem kaufen wollen, dann achten Sie darauf, dass es schon vorbereitet ist für ADSL2+", rät Schröder. ADSL2+ wird noch in diesem Jahr von den Internet-Providern angeboten.
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