Köln - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (WBZ) sowie der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) haben sich zu einem Aktionsbündnis zur Bekämpfung von Spam zusammengeschlossen. Auf Initiative des Bundesverbraucherministeriums wollen die drei Verbände ihre Kräfte bündeln.
Das Aktionsbündnis wird sich zunächst auf die Rechtsverfolgung von gewerblichen Spammern konzentrieren. Dabei bringt der Branchenverband eco das fachliche Wissen ein, um Spam-Mails bis zum Absender zurückzuverfolgen und so die ladungsfähige Anschrift von Spammern zu ermitteln. Der Verbraucherzentrale Bundesverband und die Wettbewerbszentrale wollen anschließend mit Hilfe von Verbandsklagen juristisch gegen Spam-Versender und deren Auftraggeber in Deutschland vorgehen.
Denn bereits heute - und ohne Anti-Spam-Gesetz - ist der Versand von Spam-Mails in Deutschland bereits untersagt. Aussagen hierzu macht das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Das Bündnis wird es jedoch nicht leicht haben. So werden Internetbenutzer hierzulande zunehmend von einer Flut unerwünschter Werbung überrollt. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums ist der Anteil der Spam-Mails an allen in Deutschland versandten Mails inzwischen auf mehr als 50 Prozent gestiegen.
Die Kosten für den Spam-Download wurden im Jahr 2003 nach einer Studie der EU auf weltweit 12 Milliarden Euro geschätzt. Der größte Teil der Kosten entsteht dabei bei den Empfängern und den Providern.
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