Hannover - Der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ist auf der CeBIT in Hannover die erste Lösungsarchitektur für die elektronische Gesundheitskarte übergeben worden. Die Lösungsarchitektur wurde von der Fraunhofer-Gesellschaft erarbeitet und beschreibt - ähnlich wie ein Detailplan für den Bau eines Hauses- die konkrete Software-Architektur der Karte.
Zudem hat Siemens seine eigene Gesundheits-Karten-Lösung vorgestellt. Sie basiert auf drei unterschiedlichen Smartcards für Patienten, Ärzte und für Institutionen des Gesundheitswesens. Die Chipkarten erlauben den Zugriff auf Patienten-Informationen, die auf zentralen Servern gespeichert werden. Ähnlich wie EC-Karten sind diese Gesundheitskarten mit einer PIN vor Missbrauch geschützt. Außerdem lassen sich bestimmte Bereiche der Patientenakte selbst vom Arzt nur mit Zustimmung des Patienten einsehen, das heißt, es müssen beide Karten eingelesen und beide PINs eingegeben werden.
Die Idee: Die zentrale Datenhaltung soll unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden und dafür sorgen, dass die aktuellen Informationen allen behandelnden Ärzten zur Verfügung stehen. Auf die gleiche Weise soll dann auch Rezepte nicht mehr ausgedruckt, sondern zentral hinterlegt werden. Der Apotheker ist dann in der Lage über seine Chipkarte das Rezept aufzurufen und die Medikamente auszuhändigen.
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