Ihr Standort: Home Auto
 
 
 

15. Januar 2008

Bei Mietwagenunfall muss nicht sofort der Händler informiert werden



Karlsruhe - Bei einem Unfall muss ein Mietwagenkunde neben der Polizei nicht zwingend auch sofort die Vermietung informieren. Zu diesem Ergebnis kam der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil. Der Kunde verletzt seine Vertragspflichten nicht, wenn er erst den Unfall aufnehmen lässt und danach den Mietwagenhändler verständigt. Mit der Entscheidung wurde einem Ehepaar die geforderte Vertragsstrafe von 850 Euro erlassen. Es hatte zunächst die Polizei verständigt und sich um ein verletztes Kind gekümmert. Die Mietwagenfirma sah darin eine Vertragsverletzung.

Das Ehepaar hatte im April 2003 einen Kleintransporter gemietet. Während der Fahrt kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Kind. Das Paar verständigte die Polizei und sorgte dafür, dass das Kind in ein Krankenhaus gebracht wurde. Erst auf dem Weg dorthin informierten die Mieter die Firma über den Unfall. Später verlangte diese eine Vertragsstrafe von 850 Euro.

Das Unternehmen berief sich auf den Mietvertrag: Dort war eine solche Strafe vereinbart, falls es der Kunde bei einem Unfall «schuldhaft unterlässt», Polizei und Vermieter unmittelbar nach dem Eintritt des Schadens zu verständigen.

Das Landgericht Berlin hatte das Ehepaar zur Hälfte der Vertragsstrafe verurteilt, also zu 425 Euro. Dieses Urteil hob der BGH jetzt auf und wies die Klage des Autovermieters vollständig ab. Es liege kein schuldhaftes Unterlassen vor, weil die Mietwagenkunden zunächst die Polizei verständigten und die Unfallaufnahme machen ließen und erst dann die Autovermietung informierten.

Die Autovermietung habe keinen Nachteil davon gehabt. Denn es gebe kein Anhaltspunkt, dass das Unternehmen bessere Feststellungen am Unfallort hätte treffen können als die Beamten. Folglich bestehe kein Anspruch auf die Vertragsstrafe. Ob die Klausel darüber hinaus den Mietwagenkunden unangemessen benachteiligt, ließen die Bundesrichter offen.

(Aktenzeichen: Bundesgerichtshof XII ZR 213/05)






 

- Anzeige -


 
 
 
 
 


 
 



* kostenlos, 2x täglich

   
 
 
Abwrackprämie     Airbus     Angela Merkel     Automarkt     Barack Obama     Bundestagswahl     Ford     Franz Josef Jung     G-8-Gipfel     General Motors     Haftbefehl     Messerattacke     Michael Jackson     Peer Steinbrück     Silvio Berlusconi     Trauerfeier     
 
  ADAC erwartet Rekordstaus in beginnender Ferienzeit

 

Opel-Deal steht laut Betriebsratschef bis zur Bundestagswahl

 

Abwrackprämie sorgt für Rekord bei Neuzulassungen

 

Studie: In der Automobilwirtschaft wird das Geld knapp

 

Deutscher Automarkt legt im Juni um 40,5 Prozent zu

 

  Andere News
 
 
 
OLG Düsseldorf verhängt Kartellbußen gegen Zementhersteller

 

Online-Registrierung für Investoren soll Investitionsklima in Ägypten verbessern

 

Zusammenschluss kommunaler Krankenhäuser in Hessen untersagt

 

"Perform to win": E.ON prüft Zusammenlegung der Zentralen

 

BASF schließt Styropor-Anlage im spanischen Tarragona

 


 

 
Juli 2009
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    

 
 
Nach tödlicher Messerattacke im Dresdner Landgericht: Kundgebung gegen Diskriminierung muslimischer Frauen am Sonntag in Berlin

 

Wenn der Kunde den Preis bestimmt ...

 

Die patentierte Weltneuheit Milli-grip revolutioniert nach 160 Jahren den Rollgabelschlüssel

 

ä, ö, ü, in .eu Domains - EURid führt Umlautdomains ein

 

In Windeseile zum echten Schnäppchen: Neues Internet-Portal vereint Sonderangebote führender Versandhäuser und Versandhändler

 

  Pressemitteilung veröffentlichen
 
 
 
 
 
 
Copyright 2004-2009  by net-tribune - DGIC Group OHG | Impressum | Archiv top Top

0.3728