Eschborn - Der Darm ist so unberechenbar wie eine sensible Diva, die mit Unpässlichkeiten wie Durchfall, Verstopfung, Darmkrämpfen oder Blähungen auf Störungen von außen reagiert. Nicht selten können zum Beispiel Angst und Stress den Darm durcheinanderbringen und plötzlich Durchfall auslösen. Dies berichtet die »Neue Apotheken Jllustrierte« in ihrer aktuellen Ausgabe. Danach verschwinden die Beschwerden jedoch meist von selbst. Anders sieht es bei einer ausgeprägten Diarrhoe aus, die durch Bakterien oder Viren verursacht wurde. Die erste Maßnahme besteht immer darin, den Wasser- und Mineralstoffverlust auszugleichen. So genannte Elektrolytlösungen aus der Apotheke geben dem Körper die wichtigsten Stoffe in der richtigen Menge zurück. Um den Durchfall einzudämmen, werden daneben auch medizinische Kohle, Gerbstoffpräparate oder die Hefe Saccharomyces boulardii eingesetzt. Besonders schnell stoppen Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid den Durchfall. Sie dürfen jedoch nicht bei fiebrigen Durchfallerkrankungen, bei blutigem Stuhl oder bei bakteriellen Darminfektionen eingenommen werden. Bei diesen Symptomen möglichst frühzeitig den Arzt aufsuchen. Äußerste Vorsicht ist bei Säuglingen und Kleinkindern, aber auch bei alten Menschen geboten. Wegen der Gefahr der lebensbedrohlichen Austrocknung müssen oft schon frühzeitig Flüssigkeit und Elektrolyte zugeführt werden.
|