New Orleans - Die Verschmutzung der Luft sowohl im Freien als auch in Innenräumen schädigt das Herz-Kreislauf-System. Eine Studie der Universität von Michigan in Ann Arbor zeigt, dass Feinstaub die Elastizität der Blutgefäße verringert und den Blutdruck erhöht.
Die Forscher versahen Bewohner der Stadt Detroit im Sommer und im Winter an jeweils fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit Geräten, die die Schadstoffbelastung kontinuierlich maßen. Zusätzlich wurden die Teilnehmer an jedem Abend untersucht.
Stieg der Feinstaubgehalt um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter, so kletterte der obere, systolische Blutdruckwert am Folgetag um durchschnittlich 1,6. Zwei Tage nach der Belastung verengte sich der Durchmesser der Blutgefäße am Arm im Mittel um 18 Prozent, wie Untersuchungsleiter Robert Brook auf einer Tagung in New Orleans berichtete.
Dazu trug nicht nur die Verschmutzung der Außenluft bei, sondern auch die Belastung in Innenräumen etwa mit Zigarettenqualm. Brook schätzt, dass weltweit jährlich 800.000 Menschen an den Folgen von Luftverschmutzung sterben.