Scheinakupunktur bessert Chancen bei künstlicher Befruchtung
London - Diverse Untersuchungen deuten darauf hin, dass Akupunktur den Erfolg einer künstlichen Befruchtung erhöht. Nun zeigt eine chinesische Studie, dass eine Scheinakupunktur dabei noch besser hilft als die echte Nadelbehandlung.
Die Gynäkologen der Universität Hongkong behandelten 370 Frauen per Akupunktur an dem Tag, an dem der Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt wurde. Bei allen Frauen stachen Akupunkteure zwar in die gleichen Körperpunkte, bei einem Teil der Patientinnen verwendeten sie jedoch Nadeln, die die Haut nicht ganz durchdrangen.
Bei der echten Akupunktur wurden knapp 44 Prozent der Frauen schwanger, bei der Scheinakupunktur waren es dagegen mehr als 55 Prozent. Untersuchungsleiter Ernest Hung Yu Ng verweist in der Zeitschrift «Human Reproduction» darauf, dass sowohl die echte als auch die falsche Akupunktur bei den Frauen die Angst und den Wert des Stresshormons Kortisol im Blut verringerten. Früheren Studien zufolge erhöht Akupunktur bei künstlicher Befruchtung die Aussicht auf eine Schwangerschaft eher als die Einnahme von Medikamenten oder andere Verfahren.