Keltische Gold- und Silbermünzen in Getreidefeld bei Maastricht entdeckt
veröffentlicht am 14.11.2008

In einem Getreidefeld bei Maastricht ist ein Schatz aus gut 100 keltischen Münzen gefunden worden. Die Geldstücke wurden von einem 47-jährigen Niederländer entdeckt, der eher zufällig mit seiner Metallsonde das Feld durchkämmte, wie die städtischen Behörden am Donnerstag mitteilten. Archäologen datierten die 39 Gold- und 70 Silberstücke auf die Mitte des ersten Jahrhunderts vor Christus, als die Kelten gegen die nach Germanien einziehenden Römer kämpften.
Amsterdam - In einem Getreidefeld bei Maastricht ist ein Schatz aus gut 100 keltischen Münzen gefunden worden. Die Geldstücke wurden von einem 47-jährigen Niederländer entdeckt, der eher zufällig mit seiner Metallsonde das Feld durchkämmte, wie die städtischen Behörden am Donnerstag mitteilten. Archäologen datierten die 39 Gold- und 70 Silberstücke auf die Mitte des ersten Jahrhunderts vor Christus, als die Kelten gegen die nach Germanien einziehenden Römer kämpften.
Vermutlich wurden um diese Zeit neue Münzen geprägt, um die Militärkampagne gegen die Römer zu finanzieren, erklärte der Amsterdamer Archäologe Nico Roymans. Darüber hinaus seien die Geldstücke häufig als Statussymbole in Verhandlungen zwischen den diversen keltischen Volksstämmen eingesetzt worden. Die Goldstücke kommen laut Roymans vom Stamm der Eburonen, den Caesar im Jahre 53 vor Christus weitgehend vernichtete. Die Silbermünzen wurden weiter nördlich geprägt, aber offenbar zu den Schauplätzen der Kämpfe gebracht, um die Bildung von Allianzen zu besiegeln.
Da am Fundort keine Spuren von keltischen Siedlungen gesichert werden konnten, könnte es sich dem Archäologen zufolge um ein reines Sicherheitsversteck gehandelt haben. Münzen der Eburonen wurden in dieser Menge zuvor nur zwei Mal entdeckt - in Belgien und in Deutschland. Der Wert des belgischen Funds wurde seinerzeit mit 175.000 Euro angegeben. Zu dem jetzigen Schatz wurden zunächst keine Wertangaben gemacht.
(© AP)




