Die internationalen Gespräche über die Stabilität der Kaukasusregion werden am Mittwoch in Genf entgegen der ursprünglichen Pläne nicht auf Ministerebene stattfinden. Die Beratungen seien herabgestuft werden, teilte ein russischer Diplomat am Montag am Sitz der Vereinten Nationen in New York mit. Auch eine UN-Sprecherin sagte, es handle sich lediglich um «technische Gespräche».
Hintergrund ist nach Darstellung des russischen Diplomaten die Weigerung mehrerer Staaten, Vertreter von Abchasien und Südossetien zu dem Treffen zuzulassen. Georgien betrachtet diese Regionen als abtrünnige Teile des eigenen Staates. Russland hat nach dem Krieg im August hingegen die Unabhängigkeitserklärung der beiden Regionen anerkannt.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon werde am Dienstag in Genf eintreffen, um mit dem französischen Außenminister und EU-Ratspräsidenten Bernard Kouchner zusammenzutreffen, sagte UN-Sprecherin Michele Montas. Zu dem Treffen am Mittwoch werde er jedoch seinen neuen Georgien-Beauftragten Johan Verbeke schicken.
