Bei Protesten gegen die Anerkennung des Kosovos durch Montenegro ist es in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Mehrere tausend Demonstranten warfen am Montag Steine und Fackeln gegen Regierungsgebäude; die Polizei setzte Tränengas ein. Berichte über Verletzte oder Festnahmen lagen zunächst nicht vor.
Die Demonstranten forderte die Regierung auf, die Anerkennung des Kosovos bis Mittwoch zurückzunehmen und bezeichneten den Schritt als «größte Schande in der Geschichte Montenegros». Die beiden früheren jugoslawischen Republiken Mazedonien und Montenegro hatten in der vergangenen Woche die im Februar ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovos anerkannt. Dies löste neue Spannungen auf dem Balkan aus.
Serbien betrachtet das Gebiet nach wie vor als seine Provinz. Das mehrheitlich von Albanern bewohnte Kosovo gilt vielen Serben als Wiege ihrer Nation und ihres orthodoxen christlichen Glaubens.
