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14. Oktober 2008

(Update) - Daimler schließt zwei Lastwagen-Werke in USA und Kanada



Stuttgart - Der Autobauer Daimler setzt im Bereich Nutzfahrzeuge massiv den Rotstift an: Der weltgrößte Lastwagenhersteller schließt zwei Werke in den USA und Kanada, wie Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler am Dienstag in Stuttgart berichtete. Insgesamt fallen rund 3.500 Arbeitsplätze weg. Daimler stelle sich rechtzeitig und konsequent auf strukturelle Verschiebungen am Markt ein, sagte der Manager.

Daimler hofft auf jährliche Ergebnisverbesserungen von 900 Millionen Dollar (rund 657 Millionen Euro) ab 2011. Die Umstrukturierung koste den Konzern zuvor insgesamt 600 Millionen Dollar. Renschler sagte: «Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dieser Strategie die richtigen Antworten auf die Herausforderungen des nordamerikanischen Marktes haben.» Ab März werde die Produktion von Lkw der Marke Sterling Trucks eingestellt. Die Produktpaletten der verbleibenden Marken Freightliner und Western Star würden auf die bisher von Sterling bedienten Marktsegmente ausgeweitet.

Bereits im März 2009 soll die Sterling-Produktion in St. Thomas im kanadischen Bundesstaat Ontario enden. Im Juni 2010 wird den Angaben zufolge auch das Werk in Portland im US-Staat Oregon geschlossen. Die dortige Produktion wird teils nach Mexiko, teils in ein anderes Werk in den USA verlagert. In den Lkw-Werken fallen nach den Angaben rund 2.300 Arbeitsplätze weg. Weitere 1.200 Stellen sollen in der Verwaltung gestrichen werden. An den Plänen für die Eröffnung des neuen Werks im mexikanischen Saltillo im Februar kommenden Jahres ändere sicht nicht, teilte der Autobauer mit.

Die Ende des Jahres erhoffte Entwicklung auf dem US-Markt sei nicht eingetreten, sagte eine Sprecherin. Neben der Finanzmarktkrise mache dem Autobauer auch ein veränderter Markt zu schaffen. So gebe es einen starken Wettbewerb unter den Betreibern von Lastwagenflotten. Für Deutschland sieht das Unternehmen keine Auswirkungen des schwächelnden internationalen Nutzfahrzeugmarktes. Die Werke in Wörth und in Mannheim seien voll ausgelastet.

 






 

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