Die Immobilienkrise in den USA hat ihren Höhepunkt noch nicht überschritten. Die Zahl der Zwangsvollstreckungen ist im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent in die Höhe geschnellt, wie die Marktbeobachter von RealtyTrac Inc. am Donnerstag mitteilte. Insgesamt hätten 272.000 Immobilien mindestens eine Anzeige in Verbindung mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen erhalten, hieß es.
Im Monatsvergleich wurde eine nochmalige Zunahme von 8 Prozent gegenüber Juni ermittelt. Die Kombination aus sinkenden Immobilienpreisen, wegbrechender Nachfrage nach Häusern, verschärften Bedingungen für Hypothekenkredite und dem allgemeinen Konjunkturabschwung hat zahlreiche Hausbesitzer in den USA in finanzielle Nöte gebracht. Oftmals finden sie keine Käufer für ihre Immobilie oder schulden ihren Gläubigern mehr, als ihre Immobilie noch wert ist, oder finden niemanden, der ihren Kredit zu günstigen Bedingungen refinanziert.
Bei Banken und anderen Finanzinstitutionen wiederum wächst in den Büchern die Zahl der zwangsvollstreckten Immobilien. Das wiederum führt zu einem weiteren drastischen Preisverfall.
