Gut zwei Jahre nach der Ermordung einer US-amerikanischen Nonne in Brasilien hat der mutmaßliche Drahtzieher vor Gericht alle Vorwürfe zurückgewiesen. Er sei an der Tat vom Februar 2005 nicht beteiligt gewesen, erklärte der Rancher Vitalmiro Bastos de Moura am Montag zum Auftakt des Prozesses.
Die Staatsanwaltschaft wirft Moura vor, wegen eines Streits um Land mit einem weiteren Mann die Ermordung der 73 Jahre alten Dominikanernonne angeordnet und den Tätern 50.000 Real (18.400 Euro) geboten zu haben.
Die Täter seien nach dem Mord auf seine Ranch geflüchtet, sagte Moura weiter. Er sei daraufhin geflohen, weil ihm die Polizei keine Gelegenheit gegeben habe, die Situation zu erklären. Im Zusammenhang mit der Bluttat wurden bereits drei Männer verurteilt. Die Nonne hatte 30 Jahre mit armen Siedlern im Amazonas-Regenwald im Staat Acre gelebt.
In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden bei Streitereien um Land in Brasilien 1.237 Arbeiter, Gewerkschafter und Aktivisten getötet. Nur vier mutmaßliche Hintermänner kamen vor Gericht.
