Berlin - Fische aus Mulde und Elbe sind laut Bundesregierung zum Teil erheblich mit Schadstoffen belastet. Nach einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sei ein Verkauf der belasteten Fische zwar nicht möglich - der Verzehr selbst stelle aber "kein gesundheitliches Risiko für den Verbraucher" dar. Bei Messungen sei 2005 festgestellt worden, dass bei Brassen aus der Mulde die beta-Hexachlorcyclohexan(HCH)-Gehalte die zulässigen Grenzwerte um das Fünffache überschritten waren. Auch die alpha-HCH-Gehalte hätten die Höchstmenge fast zweifach überschritten. Bei Brassen aus der Elbe unterhalb der Mulde seien ebenfalls beta-HCH-Gehalte gemessen worden, die den zulässigen Grenzwert überschritten hätten. Diese erhöhten Belastungen würden seit 2003 gemessen und seien 2004 nochmals "extrem" angestiegen. Für 2005 sei ein Rückgang der Belastung zu verzeichnen; die Messungen für 2006 seien noch nicht abgeschlossen. Gefragt nach den Maßnahmen zur Bestimmungen der Ursachen für die hohe Schadstoffbelastung, verweist die Regierung darauf, dass dies Aufgabe des Landes Sachsen-Anhalt sei. Sachsen-Anhalt habe mitgeteilt, dass die Ursache der HCH-Belastung im Wasser aus Elbe und Mulde zwischen 2003 und 2005 auf "altlastenbedingte Einträge" aus dem Bereich des Altstandorts der ehemaligen Lindan-Produktionsstätte im Raum Bitterfeld zurückzuführen sei. Von einem kurzfristigen Abbau der Belastung sei nicht auszugehen. (hib)
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