Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat angesichts der weltweiten Finanzkrise bei den Bundesbürgern um Vertrauen geworben. «Kein Sparer muss Angst haben, dass er wegen der Krise auch nur einen Euro verliert», sagte der Minister der «Bild»-Zeitung zufolge und fügte hinzu: «In Deutschland haben wir mit das beste und sicherste Einlagensicherungssystem weltweit.» Bundeskanzlerin Angela Merkel und er hätten das mit der Garantieerklärung für die Spareinlagen aller privaten Sparer bei Banken, die Teil der deutschen Einlagensicherung sind, noch verstärkt.
Der SPD-Politiker nahm die Bankenbranche gegen pauschale Vorwürfe in Schutz: «Ich habe in den Krisen-Verhandlungen sehr ernsthafte, sehr engagierte und sehr verantwortungsbewusste Gesprächspartner von der Bankenseite.» Aber es gebe auch jene, die jedes Risikoempfinden über Bord geworfen hätten, «denen die Jagd nach Rendite das Hirn vernebelt hat und die sich in Scheinwelten bewegen». Wie in der Politik gebe es «solche und solche».
Als richtigen Weg bezeichnete Steinmeier zugleich die am Wochenende in Washington und Paris gefassten Beschlüsse der Regierungschefs und Finanzminister: «Das ändert aber nichts daran, dass die Bewältigung dieser Krise, die sich in den einzelnen Ländern durchaus anders auswirkt, zwar internationals koordiniert, aber nicht überall mit denselben Mitteln erfolgen.»
Auf die Frage, wie er seine privaten Ersparnisse angelegt habe, sagte Steinbrück dem Blatt zufolge: «Ich habe mein Geld schon immer konservativ angelegt - so viel ist es auch nicht, um damit auf riskante Geschäfte zu setzen. Für mich gilt die Regel: Hohe Rendite hat immer auch ein hohes Risiko - glauben Sie niemanden der Ihnen null Risiko und hohe Renditen verspricht. Das geht nie zusammen.»
