Der Euro notiert am Montag beim Übergang in den europäisch geprägten Handel knapp unter der Marke von 1,36 USD. In Asien erholte sich die Gemeinschaftswährung in der Nacht bereits auf bis 1,3623 USD, ehe sie zwischenzeitlich wieder bis auf rund 1,3460 USD nachgab. Am Freitag war der Euro unter die Marke von 1,33 USD und damit auf ein 16-Monats-Tief gefallen.
Vor dem Wochenende hätten sich viele Anleger im Vorfeld des G-7-Treffens aus dem Euro in den Dollar geflüchtet, heißt es aus dem Handel mit Verweis auf die wachsende Risikoaversion. Nun stützten jedoch die Aussagen vom Krisengipfel der europäischen Regierungschefs in Paris am Sonntag, wie es heißt.
Die 15 Mitglieder der Eurogruppe hätten sich auf einen gemeinsamen "Instrumentenkasten" zur Bewältigung der Krise verständigt, sagte beispielsweise Bundeskanzlerin Merkel am Sonntagabend in Paris. Dieser könne dann national so verwendet werden, wie es für jedes Land notwendig sei. Das geplante Rettungspaket für die deutsche Finanzwirtschaft wird nach Angaben des Unions-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder einen Umfang von bis 400 Mrd EUR haben.
Einzelheiten zur "deutschen Lösung werden im Tagesverlauf in einer Kabinettssitzung geklärt. Eine Auswirkung auf die Märkte ist laut Sal. Oppenheim allerdings schwer abschätzbar, da Tokio wegen eines Feiertages geschlossen war und der Handel in den USA am Nachmittag (MESZ) durch den Feiertag "Columbus Day" eingeschränkt ist.
Technisch gesehen versucht sich der Euro nach dem Tief am Freitag erneut in der Bodenbildung, wie es von der LBBW heißt. Allerdings wirke erst ein Stundenschluss über 1,3750 USD freundlich. Unter dieser Marke könne es im Tagesverlauf zu einer neuen Verkaufswelle kommen, die dann Niveaus um 1,3050 USD zum Ziel hat. Ein Bruch der 1,3350 sei der Startschuss für eine solche Abwärtsbewegung.
Die Feinunze Gold notiert am frühen Montagmorgen bei 862,90 USD. Am Freitagnachmittag wurde sie in London mit 900,50 USD gefixt, nach einem Vormittagsfixing bei 918 USD.
